Riwka Herszberg

Riwka Herszberg wurde am 7. Juni 1938 in Zduńska Wola, Polen, geboren.
Als die SS-Männer sie am Bullenhuser Damm erhängten, war sie erst sechs Jahre alt.
Ihr Vater, Moshe Jakob Herszberg, besaß eine kleine Tuchfabrik.
Er und seine Frau Marie, bekannt als Mania, flohen mit Riwka, als die Deutschen Polen besetzten. Sie wurden jedoch gefangen genommen und nach Auschwitz deportiert.

Ihr Vater Moshe wurde im Konzentrationslager Birkenau ermordet.
Riwkas Mutter Mania überlebte die Shoah und kehrte nach Polen zurück, um nach Riwka zu suchen. Später wanderte sie in die USA aus und lebte in Boston. Dort heiratete sie und adoptierte einen Jungen. Sie wurde schwer krank, erlitt einen Schlaganfall und litt unter Depressionen.
Als ihr 1979 das Foto von Riwka gezeigt wurde, erkannte sie ihre Tochter nicht wieder.
Riwkas Cousine Ella Kozlowski wurde aus Auschwitz in ein Arbeitsbataillon nach Bremen geschickt. Nach ihrer Befreiung wanderte sie nach Israel aus, wo sie den Rest ihres Lebens verbrachte.
Im Jahr 1979 arbeitete Ella in der Nationalen Einheit zur Aufklärung nationalsozialistischer Kriegsverbrechen der israelischen Polizei in Tel Aviv. Dort entdeckte sie eines Tages Riwkas Foto und Namen auf einem Fahndungsplakat des Journalisten Günther Schwarberg. Kurz darauf nahm sie Kontakt zu ihm auf.

Der Riwka-Herszberg-Stieg in Hamburg-Burgwedel wurde zu Ehren Riwkas nach ihr benannt.